Nein! Kein neues Fahrzeug, sondern ein fast 40 Jahre alter Puch G, den wir mit einem Kostenaufwand von rund € 35.000,-- generalsaniert haben. Dieser steht nun mit der integrierten Containerlösung sowohl für unterschiedliche Einsatzszenarien, aber insbesondere auch mit unserem MTF für den Transport unserer 14 Jugendlichen zur Verfügung.
Wir als Einsatzkräfte sind auch oft Extremsituationen ausgesetzt, aber das Ereignis der Vorwoche hat auch an uns Spuren hinterlassen, die nicht so schnell beseitigt sein werden.
Da dieser Amoklauf leider auch ein Opfer aus unserer Gemeinde forderte, wurde der Festakt von uns dementsprechend angepasst und habe ich als Kommandant insbesondere im Festakt auch Bezug darauf genommen.
Deshalb wurde dieser unter das Motto von „3 G“ nämlich „Glaube – Gemeinschaft – Gemeinsam“ gestellt und gab es danach keine Unterhaltungsmusik, sondern sollte im Anschluss in persönlichen Gesprächen bei Speis und Trank das Unfassbare reflektiert werden, um - wenn irgendwie möglich - in einen Alltag zurückkehren zu können.
Nach einer pauschalen Begrüßung aller Ehrengäste, die auf den Fotos ersichtlich sind, wurde der Festakt nach dem oben angeführten Motto abgehalten:
1. G wie GLAUBE
Pfarrer Mag. Gregorsz Poltarak nahm die Segnung unseres restaurierten Fahrzeuges vor. Im diesem Zuge wurde auch aller Opfer und aller Anderen, die in irgendeiner Form am Ereignis der Vorwoche beteiligt waren, gedacht.
2. G wie GEMEINSCHAFT
Gemeinschaft bedeutet bei unseren jährlichen, aber auch außerordentlichen Ausgaben auch Regionalität. Mit der Fa. Prutsch Brandschutztechnik aus St. Stefan im Rosental und Foliendesign Scheibl aus Wolfsberg hatten wir geniale Partner für unsere Restaurierung gefunden, da beide Firmenchefs selbst in Feuerwehren integriert sind. Die Arbeiten wurden termingerecht und zu unserer vollsten Zufriedenheit durchgeführt und waren ihre fachlichen Kenntnisse bei der Planung und Ausführung besonders hilfreich.
Unter diesem „G“ dankte ich auch Allen (Marktgemeinde Schwarzautal, Land und LFV Steiermark, Gewerbetreibende und unserer Bevölkerung), die uns bei unseren Investitionen unterstützen, aber auch bei der eigenen Mannschaft, die dafür verantwortlich ist, dass unsere Veranstaltungen ein dementsprechend finanzieller Erfolg werden, damit wir die Investitionen für die Sicherheit unser Bevölkerung tätigen können.
3. G wie GEMEINSAM
Unter diesem Punkt durfte ich einige Ehrungen bzw. Auszeichnungen überreichen:
Unsere Übungen für Tests und Leistungsbewerbe werden seit einigen Jahren bereichsübergreifend mit vielen Feuerwehren durchgeführt. Beim Bereichsleistungsbewerb von Feldbach am vergangenen Samstag in Kirchbach konnte eine „Silbergruppe“ von uns, wo die 9 Jugendlichen der Gruppe aus 7 verschiedenen Feuerwehren stammen, sogar einen Pokalrang ergattern.
Abgesehen von mehreren „Quereinsteigern“ in den letzten Jahren, durfte ich gestern – aufgrund abgeschlossener Ausbildung – nach 25 Jahren erstmals wieder Kameraden aus unserer Feuerwehrjugend in den Aktivstand holen und Lukas Damjanic und Lukas Tuchschaden das „Truppführerzeugnis“ überreichen. Als sichtbares Zeichen, dass sie nun im Einsatz- aber auch Übungsfall erreichbar sein sollten, wurde ihnen als Übertrittsgeschenk ein Handy übergeben.
GEMEINSAM funktioniert bei uns in gewohnter Weise immer auch die Zusammenarbeit mit allen anderen Einsatzorganisationen, insbesondere auch mit der Polizeiinspektion Wolfsberg. Polizeiinspektionskommandant KI Bernd Oswald wurde daher – stellvertretend für sein ganzes Team - die „Medaille für gute Zusammenarbeit in Bronze“ überreicht.
GEMEINSAM und das seit 45 Jahren: Im Jahre 1980 wurde unser altes Feuerwehrhaus zu klein und war nicht mehr zeitgemäß. Deshalb wurde in toller Zusammenarbeit mit der Trachtenmusik Wolfsberg ein neues gemeinsames Zuhause errichtet, welches in weiterer Folge auch nochmals gemeinsam wieder erweitert wurde.
Diese Zusammenarbeit spiegelt sich auch unter neuen Führungspositionen in beiden Vereinen wider und deshalb wurde der Trachtenmusik Wolfsberg daher auf unseren Antrag von ABI Rudolf Puntigam als Vertreter des Bereichsfeuerwehrverbandes Leibnitz die „Florianiplakette in Bronze“ überreicht.
Mit dem Abspielen der Landeshymne und nach meiner abschließenden Botschaft „Gemeinsam für unser Schwarzautal, gemeinsam für unsere Steiermark, gemeinsam für Österreich“ habe ich den Festakt beendet und bewusst mit dem Abschlussmarsch „Mein Österreich“ auf einen besinnlichen Nachmittag übergeleitet.
Ich DANKE an dieser Stelle nochmals Allen für Euer Kommen und ich hoffe, dass diese Veranstaltung auch für alle Anwesenden – trotz der aktuellen Ereignisse - einen optimistischen Blick in die Zukunft gebracht hat!
Euer
Sepp Schweigler
HBI – FF Wolfsberg
Bildcredit: LM d. V. Reinhard Neuhold